Das Leben in den drei Wäldern der Insel Römö

Ein überraschend großer Teil von Römö besteht aus Kiefernwald. Vor Jahrzehnten wurden Bergkiefern, Waldkiefern und Schwarzkiefern angepflanzt um das Sandtreiben auf der Insel einzudämmen.

Wälder auf die Insel Römö in Dänemark

Heute sind in den drei Wäldern auf Römö etliche der Nadelbäume mit Laubbäumen wie Eichen und Birken ersetzt worden. In den drei Wäldern Tvismark Plantage, Kirkeby Plantage und Vråby Plantage gibt es etliche Möglichkeiten zum Wandern, wobei Sie die vielfältige Pflanzen- und Tierwelt erleben können.

Ein großes Mosaik aus Lebensräumen

Die drei Wälder auf Römö sind ein großes Mosaik aus Lebensräumen. Von oben bis unten gibt es viele kleine Habitate. Von den Nestern der Vögel bis hin zu den Lebensräumen der Kleintiere in den Baumstümpfen und denen der Mikroorganismen im Waldboden. Alle Lebensräume sind ein Teil des Ökosystems Wald. Pflanzen und Bäume sind vom Licht abhängig. Deswegen findet man in den offenen Teilen des Waldes die größte Artenvielfalt.

Der Ziegenmelker auf der insel Romo in Dänemark

Der Ziegenmelker

Der Ziegenmelker (dänisch: Natravn) ist nachtaktiv. Im späten Frühling und im Sommer kann man das schnurrende Geräusch des Männchens zu hören bekommen. Früher war der Ziegenmelker ein typischer Vogel der Heide, aber da diese zunehmend als Ackerland verwendet wurde, passte er sich an das Leben in den offenen Kieferplantagen an. Bis zu 500-600 Paare brüten in Dänemark und auf Rømø findet man den Ziegenmelker in der Kirkeby Plantage. Der Zugvogel kommt ab Mitte Mai aus Ost- und Südafrika in Dänemark an.

Wiki/Ziegenmelker

Der Fuchs auf der Insel Römö in Dänemark

Der Fuchs

Der Fuchs (dänisch: ræv) wohnt in einem Fuchsbau mit vielen Löchern und Gängen. Diese findet man besonders in natürlichen Schrägen, in Hügeln und alten Dünen – aber auch gut versteckt unter Bäumen und Büschen im Wald. Wenn der Fuchs in seinem Bau bedroht wird, hat er mehrere Ausgänge zum Fliehen. Hat er Nachwuchs, kann man vor dem Bau Knochen und Schädel von verschiedenen Tieren finden. Foto: Malene Thyssen

Wiki/Rotfuchs

Fuchs Kot auf der Insel Römö in Dänemark

Fuchskot und Fuchsterritorien

Im Wald findet man Fuchskot auf Baumstümpfen, Steinen oder Grasbüscheln. Der Fuchs markiert sein Territorium mit seinen Duftspuren. Er hat auch Duftdrüsen zwischen den Trittballen seiner Pfoten, mit denen er Duftspuren auf kleine Wege im Wald, auch Wildwechsel genannt, absetzt. Die Größe eines Fuchsterritoriums schwankt zwischen 20 und 200 Hektar. Ein Hektar sind 100×100 Meter.

Ameisenhügel auf der Insel Römö in Dänemark

Ameisenhügeln

Die Rote Waldameise (dänisch: rød skovmyre) baut ihre Hügel mit großer Sorgfalt. Jede Tannennadel ist so hingelegt, dass das Regenwasser vom Hügel abgeleitet wird. Die Hügel sind an warmen und sonnenreichen Stellen im Wald platziert, denn die Rote Waldameise mag die Wärme sehr gern. Unter dem Hügel ist ein unterirdischer Teil, der bis zu einem Meter tief sein kann. Der Hügel ist voll mit Ameisen. Einige reparieren den Hügel, andere suchen Nahrung und noch andere füttern die Larven. In der Mitte des Hügels wohnt die Ameisenkönigin, die dort ihre Eier legt. Es können bis zu 100.000 Rote Waldameisen in einem Hügel leben. Foto: Budinho

Wiki/Rote Waldameise

Waldkiefer Zapfen auf der Insel Römö in Dänemark

Waldkieferzapfen

Auf dem Boden des Nadelwaldes findet man die Zapfen verschiedener Nadelbäume. Die Zapfen sind die Früchte des Baumes. Sie wachsen von den Blüten des Baumes an und in den Zapfen sitzen kleine Samen. Die Zapfen der Kiefer sind erst nach drei Jahren reif. Erst dann können die Samen aus den Zapfen herausfallen. Der kleine Flügel, der an jedem Samen sitzt, dient deren Verbreitung mit Hilfe des Windes.

Abgekaute Tannenzapfen

Spechte, Mäuse und Eichhörnchen sind einige der Tiere, die es lieben, die Samen der Tannen- und Kiefernzapfen zu fressen. Es ist leicht zu sehen, wer zu Besuch war: Die Maus ist gründlich – sie beißt die gesamten Schuppen des Zapfens regelmäßig ab und hinterlässt diesen schön abgefressen. Anders ist es mit dem Eichhörnchen. Es zerrt an den Schuppen und reißt sie ab, um an die leckeren Samen heranzukommen. Ein vom Eichhörnchen abgefressener Zapfen sieht also eher zerfetzt aus. Der Specht hämmert auf den Zapfen ein und hinterlässt ihn sehr struppig. Seine Fressspur ist leicht zu erkennen.

Hasenkot

Der Hase frisst seinen eigenen Kot gleich wenn die kleinen Kugeln herausgekommen sind. Er frisst seine Nahrung also zweimal. Beim ersten Mal fließt die Nahrung zum Blinddarm. Hier hilft ein Gärungsprozess dem Hasen damit er die Pflanzen zu Nährstoffen umwandeln kann, damit er diese einfach aufnehmen kann. Beim zweiten Mal kann der Hase die Proteine und Vitamine der Nahrung einfacher aufnehmen. Bekommt der Hase nicht die Möglichkeit seinen eigenen Kot zu fressen, geht er im Laufe von wenigen Tagen zu Grunde. Es gibt auf Römö keine Kaninchen.

Apfektäublinge auf der Insel Romo in Dänemark

Apfel-Täublinge

Der Apfeltäubling (dänisch: Prægtig skørhat) ist eine Pilzart, die unter Kiefern und Tannen auf sandigem, nährstoffarmem Boden wächst. In den lichtarmen Tannen- und Kiefernwäldern sind Pilze manchmal das Einzige, was auf dem Waldboden gedeihen kann. Die Farbe des Apfeltäublings ist rot bis orange und ähnelt der von Äpfeln. Dieser Pilz ist ab Juni zu sehen, kommt aber erst im Oktober zahlreich vor. Er hat einen milden Geschmack und wir finden ihn auf Römö in den Plantagen. Er kann mit dem Kirschroten Speitäubling verwechselt werden. Dieser hat aber eine rein rote Farbe und schmeckt scharf. Foto: Jerzy Opiola/Wikipedia

Wiki:Apfel-Täubling

Scharlach-Becherflechte auf der Insel Romo/Dänemark

Scharlach-Becherflechte

Bei Scharlach-Becherflechten (dänisch: karlagensrød bægerlav) handelt es sich um eine ganz besondere Lebensform. Flächten bestehen aus einem Pilz und einer Alge, die in Symbiose miteinander leben. Der Pilz bildet das Gewebe, in dem die Alge geschützt leben kann. Im Gegenzug versorgt die Alge den Pilz mit Zuckerstoffen, die bei der Photosynthese entstehen. Flechten haben keine direkten Wurzeln, sondern nehmen Nährstoffe vom Regen und der Luft durch ihr Gewebe auf. Die rote Kante, die man oben sieht, ist der Fruchtstand der Flechte. Diese Art von Flechte wächst gerne in sandigen und nährstoffarmen Gebieten und kommt deshalb in den Plantagen sowie in der Heide vor. Foto: Tigerente

Wiki/Scharlach-Becherflechte

Kellerassel auf der Insel Romo/Dänemark

Kellerassel

Die Kellerassel (dänisch: Bænkebider) gehört zu den Krebstieren, lebt aber an Land. Es gibt 30 Arten von Kellerasseln, die jedoch nur schwer zu unterscheiden sind. Kellerasseln leben gerne auf offenem Gelände und in Wäldern. Sie mögen dunkle und feuchte Stellen und man findet sie oft, indem man auf dem Boden liegendes Holz oder Steine umdreht. Kellerasseln sind wichtig für den Wald, denn sie zerkleinern die verwesenden Blätter im Waldboden. Von diesen können dann Algen und Pilze leben, die die Blätter zu Sauerstoff, Wasser und Nährstoffen abbauen. Diese dienen dann wiederum dem Baum als neue Nahrung. Foto: Hans Hillewaert

Wiki/Kellerassel

Das Reh

Man vermutet, dass ungefähr 350 Rehe (dänisch: rådyr) auf Römö leben. Rehe gehören zu den scheuen Waldbewohnern. Sie sehen zwar nicht sehr gut, hören und riechen aber umso besser. Das Reh ist im Sommer rotbraun, im Winter graubraun gefärbt. Rehkitze tragen ungefähr 3 Monate lang ein weiß getüpfeltes Fell (Bambiflecken), dass sie in ihren Verstecken sehr gut tarnt. Mit dem Wechsel zum Winterfell verschwinden diese Flecken völlig. Das Reh besiedelt die verschiedensten Lebensräume und man kann sie deswegen auf Römö sowohl in den Wäldern wie auch auf Wiesen und in den Gärten der Ferienhäuser beobachten.
Im Sommer leben Rehe meist einzeln. Die Böcke zeigen in dieser Zeit ein ausgesprochenes Territorialverhalten, tolerieren aber Ricken (weibliche Rehe) mit und ohne Kitze. Im Winter vereinigen sich die Rehe oft zu größeren Sprüngen (Rudeln). Rehe ernähren sich von Gräsern, Kräutern, Knospen, jungen Trieben, Nadeln und der Rinde von Bäumen.
Im Mai oder Juni bekommt die Ricke 1 bis 3 Junge. Foto: Nxr-at

Wiki/Reh

 


Karte mit Wälder auf der Insel Romo in Dänemark

Übersicht über die Staatliche Wälder auf Römö: Tvismark Plantage, Kirkeby Plantage und Vråby Plantage – Römö Karte herunterladen


Naturcenter Tønnisgård

Dieser Artikel ist in Zusammenarbeit mit Naturcenter Tønnisgaard entstanden. Hier werden Führungen für groß und klein arrangiert.


Ferienhaus mit Hund in Dänemark und Römö

Hundewälder auf Römö

Die Insel Römö, dicht an der deutsch-dänischen Grenze ist eine hundefreundliche Insel. In Vråby Plantage, Kirkeby Plantage und bei Lakolk gibt es insgesamt drei Hundewälder wo Sie Ihren vierbeinigen Freund das ganze Jahr über frei laufen lassen

Hunde und Hundewälder auf Römö


Die Eigentümer von Ferienhäuser heißen Hunde willkommen

Hunde sind in zwei Drittel alle Ferienhäuser auf Römö erlaubt. Wir bieten Ihnen Ferienhäuser in allen Ferienorten auf Römö: Lakolk, Havneby, Sønderby, Bolilmark, Kongsmark, Toftum, Kromose, Vesterhede und Rømø Kirkeby.

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