Bunker und Bunkertour auf Römö

Bis heute liegen einige Bunker aus dem Zweiten Weltkrieg stammend über die dänische Nordseeinsel Römö verteilt.

Bunker und Bunkeranlagen auf Römö Dänemark

Bunker und Kriegsgeschichte auf Insel Römö

Während Ihres Aufenthalts haben Sie neben zahlreichen Freizeitaktivitäten auch die Möglichkeit, die Kriegsgeschichte Revue passieren zu lassen und an einer geführten Bunkertour zu den grasbewachsenen Schauplätzen teilzunehmen.

 

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Zunächst stellt sich die Frage, aus welchem Grund diese militärischen Relikten aus dem Zweiten Weltkrieg bis heute erhalten sind und wie es zu den Kriegsbauten kam. Die Insel Römö strahlt heute schließlich diese ersehnte Ruhe aus, da mögen die kalten Betonbunker nicht so recht ins Bild passen. Doch werfen wir schnell einen Blick zurück in die Geschichte – in die Zeit der deutschen Besatzung auf Römö.

 

Begehbare Bunker Dänemark - Römö

Begehbare Bunkeranlagen

Kurzer Rückblick: Geschichte der deutschen Besatzung in Dänemark

Im Zuge der Invasion wurde Dänemark vom 9. April 1940 bis 5. Mai 1945 von der deutschen Wehrmacht besetzt. Der stellenweise Widerstand seitens der dänischen Armee konnte letztlich keinen Erfolg erzielen.

Die dänischen Institutionen jedoch blieben bis kurz vor Besatzungsende erhalten – Denn die deutsche Seite erachtete, den Schutz des dänischen Königtums zu übernehmen, ohne eigene ideologische Ziele zu verfolgen. Innere Angelegenheiten Dänemarks sollten somit nicht angetastet werden, was sich allerdings zunehmend als Farce entpuppte.

Dänemark wurde während des Zweiten Weltkriegs (1939 – 1945) bis auf Bornholm im Jahr 1945 von Bombardements weitgehend verschont. Im Zuge der deutschen Besatzung wurde die Insel Römö mit Bunkern und Wehranlagen zu einem strategischen Radar- und Funkstandort umgerüstet.

 

Radarstation Robbe auf Römö

 

Bunkertour auf Römö buchen

Gehen Sie auf Bunkertour: Auf der Tvismark Plantage, zwischen dem Römö-Damm und dem Strand, befindet sich einer der Orte, die an die Besetzung der Deutschen von 1950 bis 1945 erinnern.

Etwa 15 von rund 50 Bunkern auf Römö liegen in dem Gebiet der Plantage, die eine duftende Kiefern- und Heidelandschaft mit Dünen vereint. Eineinhalb Kilometer umfasst die Tvismark Plantage, zu der die Bunkertour mit Anekdoten und interessantem Hintergrundwissen führt. Im Wesentlichen verläuft die Bunkerführung nördlich der Straße zwischen Tvismark im Osten und Lakolk im Westen Römös.

 

Bunkertour Dänemark

Bunkertour Römö

Nach dem Krieg schienen die Möglichkeiten erschöpft, sich der Bunkeranlagen per Sprengung zu entledigen. Zum Teil wurden die Anlagen unter Sand vergraben. Im Laufe der Zeit wuchs sodann wortwörtlich Gras über die Sache.

Die meisten der Abwehrbauten sind nicht für die Öffentlichkeit zugänglich, können aber im Rahmen einer geführten Bunkertour besichtigt werden. Über einen Notausgang gelangen Sie von den unterirdischen Gewölben wohlbehalten an das Tageslicht zurück. Karten für die Bunkersafari können im Naturcenter Tønnisgård – Bunkertour, Havnebyvej 30, 6792 Römö, reserviert werden.

Bunker- und Radaranlagen

Die ersten Bunker auf Römö wurden im Jahr 1943 gebaut. Bei Lakolk wurden zwei Stellungen zur weitläufigen Strandsicherung aufgebaut, die mit Roland I und Roland II bezeichnet wurden. Im Bereich der Tvismark Plantage im Osten Römös wurde eine Nachtjägerleitstellung unter dem Decknamen Robbe in die Wege geleitet.

Diese Position wurde weiterhin über eine Infanterie- und MG-Stellung abgesichert. Auch großflächige Minenfelder sollten die Stellung zusätzlich sichern. Im besetzten Ort Lakolk wurden die Verteidigungsanlagen später noch mit den Ortungsanlagen Resa und Rose verstärkt.

Die sogenannte Stellung Resa beinhaltete das spezielle Funkmessgerät (auch FuMG genannt) Wassermann – Der Tarnbegriff Wassermann meinte ein bis zu 60 Meter hohes Radargerät, das für ein weiterentwickeltes Modell stand.

Mit dessen Einsatz konnte die Suche nach dem Gegner auf weite Distanz forciert werden. Die andere Verteidigungsstellung, die Rose, bestand aus dem Funkmessgerät FuMG 402.

Ein Spaziergang durch die Heide und frühere Schützengräben

Neben diesen Wehranlagen legen noch heute einige Bunker Zeugnis ab über die früheren militärischen Operationen. Nicht immer sind die geschichtsträchtigen Bauten auf den ersten Blick zu erkennen.

Oft liegen sie unter dem wilden Bewuchs der Heide verborgen und werden des Öfteren für eine Düne gehalten. Nähern Sie sich dem Hügel jedoch, kann es sein, dass Sie über die Lufteinlässe der Bunker stolpern.

Bei eingehender Betrachtung entdecken Sie auch so manche Schützengräben, die einst als Verbindungsstelle zwischen den Bunkern fungierte. Der dichte Wuchs der grün-lila Heidelandschaft liegt wie ein Teppich über den Gemäuern, was bei unbedachtem Tritt in einen der Schützengräben mitunter auch gefährlich sein kann.

Bunker in Dänemark

Entdecken Sie die Landschaft mit all ihren Relikten. Ihre Kinder werden mit den unterirdischen Gemäuern ihren Spaß haben, denn ein Gefühl von Abenteuer schwingt bei diesen Plätzen immer mit, soviel steht fest. MG- bzw. Maschinengewehr-Stände erkennen Sie an den Schießluken, manche sind offen.

Betreten Sie einen unterirdischen Bunker, lassen Sie Ihrer Phantasie freien Lauf und versetzen sich doch einmal in die Situation, die einst herrschte, als Mannschaften sich in das Versteck zurückzogen und über einzementierte Eisentritte den Weg zur Dachöffnung nahmen.

Die Vorrichtungen dienten der Verteidigung gegen die Alliierten des Westens. Anhand der ausgebauten Standorte auf der Insel wurde unter anderem die Nordsee per Radar überwacht bzw. auf Raketen kontrolliert. Von jener Zeit ist uns ein kleiner Teil erhalten geblieben, der noch in weiter Zukunft auf die speziellen fünf Jahre in der Geschichte Dänemarks aufmerksam macht.

Karte – Übersicht der Stellungen Robbe 1 und Robbe 2

Auf dieser Karte erhalten Sie einen Überblick über die verschiedenen Anlagen, die die deutsche Wehrmacht unter Hitler auf der dänischen Insel Römö stationierte:

Karte mit begehbare Bunker und Bunkeranlagen - Römö Dänemark

Karte mit Übersicht über begehbare Bunkerstellungen

Römö Bunker Karte – Legende

  1. Abgesperrter Bunker: Blegs Bunker/Flakbunker (Flak = Flugabwehrkanone). Unterstand & Geschützstand für eine leichte Flugabwehrkanone, Mannschaftsraum, Nahkampfscharten und Munitionsraum vorhanden.
  2. Tobruk Süd: Der Ringstand diente der Geländeobservation. Kampfstände wie dieser werden nach der libyschen Stadt Tobruk benannt – Einmannlöcher, Serienbauart.
  3. Freyafundament: Ursprünglich ein Holzturm mit Funkkabine.
  4. Gesprengter Auswerteraum, Reste des Radargeräts Freya-LZ, Generator- und Operationsraum.
  5. Abgesperrter Tropfstein-Bunker/Flakbunker, der seinen Namen nach Stalaktiten im Eingangsbereich erhielt. Reste des Geschützstands vorhanden.
  6. Der Sonnenfleck/Munitionsbunker. Lagerort für Flak-Munition. Der Bunker ist gesperrt.
  7. Der Notausgang/ Zugbefehlsstelle: Geschützstand und Unterstand. Seltene Bunkerart, enthält drei Räume. Einstieg über Notausgang.
  8. Der Kronenjäger/Scheinwerferbunker: Stellung für einen Scheinwerfer von 60 Zentimetern und einer Stahlbetonfülle von 600 m3. Mannschafts-, Scheinwerfer- und Betriebsstoffraum vor Ort. Im früheren Mannschaftsraum ist eine Wandmalerei zu besichtigen.
  9. Das Achteck/Flakbunker.
  10. Fern-Suchanlage Mammut: Als größter Bunker hat der Bau 1.500 m3 Betonmasse verschlungen. Die Bunkeranlage kann von innen besucht werden.
  11. Der Sandhügel/Flakbunker.
  12. Die Düne/Munitionsbunker.
  13. Zugbefehlsstelle mit Geschützstand: Unterstand sowie Geschützstand für Flugabwehrkanone. Dieser Bunker ist abgesperrt.
  14. Bunker Heidemarie/Scheinwerferbunker: Raum für einen 150 Zentimeter großen Scheinwerfer. Extra Mannschaftseingang, Nische zur Nahverteidigung, begehbarer Scheinwerferraum.
  15. Tobruk Nord/Ringstand 58c
  16. Unterstand feldmäßig.

 

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