Die vielen Lebensräume des Strandes

Der Strand von Römö wird jedes Jahr von knapp 2 Millionen Menschen besucht. Dies macht den Strand von Römö zu Dänemarks zweit meist besuchtem Naturgebiet.

Romo Strand Dänemark

Römö Strand – Dänemarks zweit meist besuchtem Naturgebiet

Die Art und Weise wie die Strandaktivitäten aufgeteilt sind, macht den Strand für jeden interessant und jeder hat Platz diese Aktivitäten auszuüben. In den autofreien Zonen kann man baden ohne von Fahrzeugen auf Rädern gestört zu werden. Auch das wilde Tier- und Pflanzenleben hat seinen Platz.

 

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Ohne die Einwirkung von Autos im Sand, entstehen neue Dünen und Salzwiesengebiete. Hier können Vögel rasten und brüten. Strandsegler, Buggykiters, Kitesurfer, Wellenreiter und Windsurfer können sich ebenso in ihrem eigenen Gebiet austoben und Freizeitfischer können ihre Fangnetze an ausgewählten Orten aufstellen.

Was finde ich am Strand, Romo

Muscheln auf dem Strand

Was finde ich am Strand

Die Wassermassen der Nordsee sind Heimat für mehr als 2.000 Tierarten. Hier leben verschiedene Arten von Schnecken, Muscheln und Austern, Garnelen, Tintenfischen, Krebstieren und Hummern. Hierzu kommen noch mehr als 200 verschiedene Fischarten und mehrere Robben- und Walarten. Es sind Millionen von Tieren dort draußen. Am Strand findest du Reste von ihnen.

Herzmuscheln sehen im Profil wie ein Herz aus. Die Muschel ist oval oder rund und hat eine weiße, gerippte Schale. Sie lebt in flachem Wasser im Meeresboden vergraben. Durch ihren kurzen Sipho pumpt sie Meerwasser in ihre Schale und wieder heraus und entzieht dem Wasser ihre Nahrung.

Die Amerikanische Schwertmuschel ist an ihrer Schwertform leicht zu erkennen. Am besten kommt sie mit flachem, salzhaltigem Wasser zurecht, wo sie im Sandboden vergraben lebt. Durch ihr Atemrohr filtriert sie Algen aus dem Wasser direkt über dem Meeresboden. Wie der Name andeutet, stammt die Muschel nicht aus der Nordsee. Sie wurde auf Römö das erste Mal im Jahr 1981 gesehen.

Wellhornschnecken legen gelbbraune Eikapseln, die als Spülsaumfunde häufig vorkommen. In jeder Kapsel sind 500-3.000 Eier, daraus schlüpfen jedoch nur 3-5 Wellhornschneckenlarven. Die Wellhornschnecke ist die größte unserer Meeresschnecken und bevorzugt niedriges, seichtes Wasser. Sie ist eine Raubschnecke, die mit ihrer Raspelzunge Krebse, Würmer, Muscheln und frisches Aas verzehren kann.

Der Gemeine Tintenfisch hat weiße, längliche Schulpen (Rückenschilder), die wie ein Stück Styropor aussehen. Man findet sie oft im Spülsaum entlang der Küsten. Die 10 Arme und ein Paar große Linsenaugen machen den Tintenfisch zu einem gefährlichen Räuber. Halb im Sandboden vergraben liegt er auf der Lauer und jagt besonders gerne Krebse, Garnelen und kleine Fische. Verliert er einen Arm oder eine Tentakel, können diese sich wieder regenerieren.

 

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Die Weiße Bohrmuschel hat Schalen, die wie Engelsflügel aussehen. Sie lebt im flachen Wasser und kommt in dänischen Gewässern häufig vor. Wie der Name schon andeutet, hat sie eine bohrende Fähigkeit. Außer in den Meeresboden bohrt sie sich in harten Ton, Kreide, Kalk, Torf oder Holz hinein. Außerdem ist die Muschel im Stande, ein besonderes Licht auszustrahlen, welches durch einen Stoff im Gewebe entsteht.

Der Nagelrochen bildet 4×6 cm lange, dunkle Eikapseln, die man oft am Strand findet. Die gummiartigen Blasen werden auch “Nixentaschen” genannt. Die Rochenart kommt in dänischen Gewässern in 20-300 Meter Wassertiefe häufig vor. Nach der Befruchtung legen die Weibchen ca. 100 Eier auf den Meeresboden. In jedem Ei ist ein kleiner Embryo, welcher mit dem Eigelb verbunden ist. Nach 4-5 Monaten ist das Eigelb aufgebraucht und der Embryo schlüpft aus seiner Eikapsel.

Die Pazifische Auster hat eine kräftige, hellbraune Schale mit einer Länge, die bis zu “Schuhgröße 43” erreichen kann. Das Aussehen kann jedoch stark variieren. Die Pazifische Auster wurde in den 1960er Jahren in Europa zur Aufzucht entlang der Küsten eingeführt, auch im Lister Tief zwischen Sylt und Römö. In den 1990ern setzte eine massive Verbreitung der Auster ein und heute ist sie an vielen Stellen im Wattenmeer ganz normal. Man findet sie meist in großen Muschelbänken, alleine liegend oder in Klumpen zusammengewachsen. Austernsafari

Blasentang findet man meist im Spülsaum oder in großen Haufen zusammenliegend. Man erkennt den Blasentang an seinen Blasen, die paarweise auf dem Thallus (Blätter) sitzen. Der Blasentang heftet sich auf Steinen und Muschelschalen, wo er in großen Büschen wächst. Früher hat man Felder mit dem Tang gedüngt.

Dunkle, glattgeschliffene Holzstücke am Strand sind Überreste von den einst großen Wäldern in der Nordsee. Bis vor 10.000 Jahren konnte man in der Nordsee, soweit das Auge reichte, eine Landschaft sehen, die von Hügeln, Seen und offenen Wäldern bedeckt war. Diese Landschaft war von Rehen, Urochsen und Wildschweinen bewohnt. Die höchsten Punkte der Landschaft lagen dort, wo Doggerbank und Jyske Rev heute liegen. Das Abschmelzen des Eises von der letzten Eiszeit führte zu einem starken Anstieg des Meeresspiegels und vor rund 8000 Jahren ging das große Doggerland in den Wellen der Nordsee unter.

 

Bernstein am Strand, Romo

Bernstein am Strand

Bernstein – das Gold der See

Bernstein ist fossiler Baumharz und wurde vor Millionen von Jahren gebildet. Bernstein kann viele Farbnuancen haben – Weis, Gelb, Braun und Schwarz und ist schwer von Strandsteinen zu unterscheiden – aber er ist leichter wie Stein. Versuche Bernstein zu wiegen und schau wie wenig es im Gegensatz zu anderen materialen wiegt.

Wo findet man Bernstein? – Bernstein findet man nicht zwischen Strandsteine sondern in Schwarzangespülten organischen Resten – ein Teil des Spülsaums. Die größten stücke findet man im Winter nach stürmen. Hier hat das unruhige Meer den Meeresboden aufgewühlt und Bernstein freigespült der 1-3 Tage nach des Sturmes sind die Chancen ihn am Strand zu finden am größten.

Wo kommt der Baltische Bernstein her? – Der größte Teil des Bernsteins den wir heute finden, stammt von den großen Wäldern die einst dort wo heute u.a. Skandinavien und die Ostsee lagen. Der Bernstein wurde vor 30 – 50 Millionen Jahren gebildet und ist das größte vorkommen von Bernstein in der Welt. Später verbreiteten die großen Schmelzwasserflüsse der Eiszeit, den Bernstein z.B. in der Nordsee.

 

Vögel auf Romo Strand,

Vögel auf Römö Strand

Der natürliche Lebensraum des Strandes

Auf den Stränden und Salzwiesen rasten und fressen eine Vielfalt von Vögeln – Sanderling, AusternfischerSäbelschnäbler, Seeregenpfeifer und viele mehr. In dem salzigen Boden wachsen Pflanzen, die man an anderen Orten nicht findet. Salz, Wasser, Wind, Sand, Menschen und Raubtiere – ein hartes aber großzügiges Leben, in einer Welt, wo Meer und Land aufeinander treffen.

Pflanzen- und Tierarten leben heute oft in kleinen abgegrenzten Gebieten. Deswegen werden Änderungen in diesem Lebensraum oft zu einer Bedrohung des Tierbestandes. Am Strand, wie auch an anderen Orten kann die Rücksichtnahme der Menschen, Verwaltung und Gesetze sicherstellen, dass für alle Platz ist. Für die wilde Natur sowie auch für uns.

 

Verschmutzung und Müll auf Romo Strand

Kunst aus Müll auf dem Strand

Stopp die Verschmutzung – Nimm deinen Müll mit!

Jedes Jahr werden 20 Tonnen Müll am Strand eingesammelt. Der Müll stammt von Badegästen oder wurde von Schiffen und Bohrinseln in der Nordsee über Bord geworfen. Man schätzt, dass die Nordsee jedes Jahr mit 20.000 Tonnen Müll belastet wird. Das entspricht ½ Million gefüllten Mülltonnen. Die Sauberhaltung unserer Strände kostet deswegen jedes Jahr Millionen Kronen.

Der Müll kostet jedes Jahr viele Meeresvögel und Säugetiere das Leben. Sie ersticken oder ertrinken, weil sie in Müll, Seilen oder Netzen verwickelt sind oder sie werden in Kunststoffverpackungen verfangen. Genauso kann der Müll aber auch Fischereigeräte beschädigen.

Gesetzte beschützen Strand und Dünen

Laut dem dänischen Naturschutzgesetz stehen die Strände und Dünen entlang der ganzen Küste in einem Abstand von 300 Metern von der Vordüne und Land einwärts, unter Naturschutz. Hier ist es ohne Genehmigung nicht gestattet, Zäune zu ziehen, Tiere grasen zu lassen, zu campen oder zu buddeln. Zudem ist es in den Dünen verboten mit Fahrzeugen zu fahren, zu reiten, zu radeln oder Lagerfeuer zu machen.

 

Wetter und Wassertemperatur auf Römö

 


Schildkröte am Strand, Romo

Schildkröte auf dem Strand

Breaking News – 1. April – Meeresschildkröten auf Römö gesichtet


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